Die Preisspanne für Websites ist enorm: Von der 99-Euro-Baukastenseite bis zur 15.000-Euro-Agentur-Website. Beide Extreme haben ihre Daseinsberechtigung — aber für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen liegen sie entweder zu niedrig oder zu hoch. Hier ist eine ehrliche Orientierung was eine professionelle Website kostet und was man dafür erwarten kann.
Stufe 1: Baukasten-Websites (0–30 € monatlich)
Jimdo, Wix, Squarespace, 1&1 IONOS Homepage — günstig, schnell aufgesetzt, keine technischen Kenntnisse nötig. Für wen das funktioniert: Soloselbstständige in der Anfangsphase, Vereine ohne Budget, und alle die eine sehr einfache digitale Visitenkarte brauchen und SEO keine Rolle spielt.
Was Baukasten-Seiten nicht können: wirklich für Google optimiert werden. Die technischen Grundlagen für gutes SEO fehlen oder sind stark eingeschränkt. Ladezeiten sind oft schlecht. Das Design sieht nach 2 Jahren veraltet aus. Und der Export Ihrer Inhalte wenn Sie die Plattform verlassen wollen, ist schwierig bis unmöglich.
Wann Baukasten ausreicht
Sie brauchen rein einen Online-Auftritt für Kontakt und Adresse, SEO und organische Sichtbarkeit spielen keine Rolle, das Budget ist unter 500 € und die Website wird selten aktualisiert. In allen anderen Fällen: lieber einmal richtig machen.
Stufe 2: Professionelle Website durch Agentur (500–1.500 €)
Das ist das Segment in dem Starter-Pakete ansehen liegen: 690 € für Neugründungen bis 5 Seiten, 890 € für Relaunches. Für dieses Budget bekommt man heute eine individuelle, schnelle Website ohne WordPress, die SEO-technisch sauber aufgebaut ist und auf dem Handy einwandfrei funktioniert.
Warum das früher teurer war und heute nicht mehr: KI-gestützte Entwicklungsprozesse haben die Produktionszeit drastisch reduziert. Was früher 4–6 Wochen Arbeit war, schaffen wir heute in 5–10 Werktagen. Den Zeitvorteil geben wir weiter.
Stufe 3: Mittelgroße Projekte (1.500–3.500 €)
Größere Websites mit 10–20 Seiten, individuellen Funktionen wie Terminbuchung oder Chatbot, mehreren lokalen Landingpages oder komplexeren Content-Strukturen. In diesem Bereich liegt unser Business-Paket für KMU (1.290 €) sowie individuelle Projekte die darüber hinausgehen.
Stufe 4: Große Agenturen (3.500–15.000 €+)
Für diesen Preis bekommt man bei großen Agenturen oft Ähnliches wie bei Stufe 2–3 — nur mit mehr Abstimmungsrunden, Account-Management-Overhead und längerer Projektlaufzeit. Der höhere Preis finanziert das Büro in Köln, den Kreativdirektor und das Pitch-Deck, nicht die Website selbst.
Es gibt Fälle wo große Agenturen sinnvoll sind: sehr komplexe Web-Applikationen, internationale Konzernseiten, E-Commerce-Plattformen mit tausenden Produkten. Für eine KMU-Website in Bonn: selten nötig.
Was WordPress wirklich kostet — die ehrliche Gesamtrechnung
Viele Agenturen bauen mit WordPress und berechnen 2.000–4.000 € für die Erstellung. Was sie nicht sagen: dazu kommen 50–150 € monatlich für Wartung, 8–15 € monatlich für Hosting und das Risiko einer gehackten Website. Über 3 Jahre kann eine „günstige" WordPress-Website 4.000–6.000 € mehr kosten als eine statische Alternative. Warum wir auf WordPress verzichten — ausführlich im Website ohne WordPress.
Was man für das Budget erwarten sollte
Kurz gesagt: Für 690–1.290 € sollte man eine professionelle, schnelle, mobil optimierte Website bekommen die technisch sauber für SEO gebaut ist, auf einem soliden Hosting liegt und eine klar erreichbare Telefonnummer hat. Für weniger als 500 € kann man das realistisch nicht bekommen. Für mehr als 2.000 € braucht man als kleines Unternehmen in Bonn gute Gründe. Alle Pakete und Preise: Online-Marketing Kosten.
Oliver Misch
Oliver Misch hat in 20 Jahren Websites von 200 € bis 15.000 € gesehen — und weiß was den Unterschied macht. Inhaber von QOM und der medienplus GmbH.
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